Imkerverein Lauf und Umgebung e.V.

Solarstrom für das Bienenzentrum


Photovoltaikanlage auf dem Kunigundenberg ermöglicht Laufer Imkern neue Aktivitäten

Mitglieder des Imkervereins und ihre Förderer vor einem der Solarmodule (v. r.): Dieter Wölfel von der Stadt Lauf, der Vorsitzende des Imkervereins, Peter Günther, Otfried Bürger von der Sparkasse, Laufs Bürgermeister Benedikt Bisping, Jürgen Ferfers,Geschäftsführer der Städtischen Werke, und Mitglieder des Vereins.

LAUF — Der Imkerverein Lauf produziert seinen Strom jetzt selbst und das auch noch ausgesprochen umweltfreundlich. Dank Spendengeldern konnte der Verein eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bienzentrums am Laufer Kunigundenberg realisieren.

Mit zwei Solarmodulen und einer großzügig ausgestatteten hocheffizienten Energiespeicherkapazität kann der umweltfreundliche Solarstrom produziert, gespeichert und bei Bedarf abgerufen werden. Die Feinplanung für eine maßgeschneiderte Lösung, optimal abgestimmt auf die Bedürfnisse der Imkerei, wurde von den Vereinsmitgliedern selbst erstellt.

Auch die komplette Installation der elektrischen Komponenten, die Montage und di e im Innenraum angefertigten Einbauelemente, haben die Imker ausschließlich in Eigenleistung erbracht. Dadurch konnten die Gesamtkosten deutlich reduziert werden. Ein mit Diesel oder Benzin betriebener Generator kam für die Vereinsmitglieder nicht in Frage.

Bei der offiziellen Einweihung der Anlage verwies der erste Vorsitzende des Imkervereins, Peter Günther, auf die nunmehr möglichen Aktivitäten. So kann durch den Solarstrom nun unter anderem ein Beamer betrieben werden für Aus- und Fortbildungsmaßnahmen der Imker oder Videobeiträge für die Besucher. Auch ein doppelwandiger Wachsschmelztopf mit beheiztem Ölbad für einen biologischen Wachskreislauf oder eines akkubetriebener Rasenmäher können an das Stromnetz angeschlossen werden.

Günther bedankte sich im Namen des Vereins bei den Förderern – der Stadt Lauf, der Sparkasse Nürnberg und den Städtischen Werken in Lauf –, die sich an den Kosten beteiligt hatten.

Laufs Bürgermeister Benedikt Bisping lobte die Imkerschaft für ihre bemerkenswerten Initiativen seit dem Bau des Bienenzentrums und erinnerte an das Imkerforum für die bedrängte Bienenwelt, das in seinem Büro im Rathaus stattgefunden hatte. Das wabenförmige Bienenzentrum in Lauf sei zwischenzeitlich bayernweit bekannt und er werde von Bürgermeisterkollegen darauf angesprochen, erzählte Bisping. Er freue sich über die kostengünstige und umweltverträgliche Ökostromlösung.

Otfried Bürger, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse, bestätigte den Bekanntheitsgrad des Bienenzentrums, das mittlerweile auch außerhalb des Landkreises Nachahmer gefunden habe.

Jürgen Ferfers, Geschäftsführer der Städtischen Werke, lobte die umweltfreundliche Lösung – auch wenn die Städtischen Werke damit kein Geld verdienten. Er wies auf die besondere Bedeutung des Bienenzentrums hin, weshalb die Stadtwerke das Projekt gerne unterstützt hätten.

Zum Abschluss warteten die Imkerfrauen mit einem „honigsüßen" Imbiss auf, der gut ankam.

 


Quelle: Pegnitz-Zeitung Freitag 13. Oktober 2017 - Foto: Privat